Ein einziger Augenblick

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Sie sah ihn mit versteinerter Miene an, ihre blauen Augen leuchteten wie geschliffene Kieselsteine. Er schwieg – er wusste nicht, wie er mit der ganzen Geschichte beginnen sollte. Er hatte Angst, nicht die richtigen Worte zu finden und sie noch mehr zu verletzen. Er wollte sie nicht verlieren – doch nicht wegen so etwas! Doch was geschehen war, konnte niemand mehr ungeschehen machen und es war ihm klar, dass er dazu stehen musste. Es hatte auch keinen Sinn, etwas zu leugnen, denn sie hat alles Wesentliche bereits mitbekommen. Es spielte für sie keine Rolle, ob dieser Zwischenfall ihm nichts bedeutete, sie sah alles, was sie lieber nicht hätte sehen sollen.

Ein einziger Augenblick, der alles zerstören kann. Ein einziger Augenblick, der seine Spuren im Gedächtnis für immer hinterließ. Zufall oder Schicksal, wer weiß das schon genau. Er konnte den Sinn dahinter nicht erkennen … Oder war er vielleicht noch nicht bereit, der Wahrheit, die er schon seit einiger Zeit mit sich trug, ins Gesicht zu blicken …?

© Sunelly Sims

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